Asher Roth sez: „Take me as I em my friend.“ („As I Em“, Asleep in the bread aisle, 2009, Universal)

Johanna sez:
Einmal den iTunes-Store für ein ganzes Album genutzt und schon bereue ich es, dass ich zu faul war den Platten-Dealer aufzusuchen, denn Asher Roths „Asleep in the bread aisle“ will ich mir bereits nach dem ersten Track wirklich gerne ins Plattenregal stellen.
Das Album wurde besonders in den USA dank kostenintensiver Unterstützung von Universal als das „next big thing“ gehypt (Fake-Spot mit Ben Stiller, Leonardo di Caprio, Tom Cruise, Scarlett Johannson, Julia Roberts uvm. ansehen!). Natürlich fällt es bei derart „hochkarätiger Lobhudelei“ schwer den überzogenen Erwartungen zu entsprechen. Doch zum Glück hält sich Asher damit gar nicht großartig auf, ist einfach er selbst und das überzeugt!
„Asleep in the bread aisle“, das über weite Strecken von Producer Newcomer Oren Yoel entwickelt wurde, ist sicher kein Album, dass mit fein ausgetüfftelten Beats oder verkopftem Sound aufwarten kann. Die Tracks als wirklich abwechslungsreich zu bezeichnen, wäre mit Sicherheit auch gelogen. Und trotzdem überzeugt das Gesamtkonzept vom ersten Song an und mit jeder gehörten Minute immer mehr. Denn die simple, intrumentale und gitarrenlastige Komposition lässt Roth viel Spielraum für seine Texte und genau durch die glänzt „Asleep in the bread aisle“.
Asher ist kein Gangsta und kein Straßenjunge, er ist ein Mittelklasse-Collegeboy, der Geschichten aus seinem Leben erzählt. Dass es dabei gelegentlich einfach ums Party machen und kiffen geht, verzeiht man Roth gerne dank seinem Wortwitz und seiner amüsanten Selbstironie (Cartoon zu Lark in my go-kart ansehen!). Hier liegt auch genau der grundlegende Unterschied zu Rap-Kollegen Eminem, mit dem Asher zu Unrecht häufig verglichen wurde. Denn während Mr. Mathers auch nach Jahren wieder mit dem alten pseudo-witzigem Getue, um die Ecke gebogen kommt, ist Roth einfach überzeugend er selbst.
Natürlich hat man bei Universal auch im Hinblick auf die Kooperationspartner nichts dem Zufall überlassen und so wurde „Asleep in the bread aisle“ u. a. durch Gastauftritte von Cee-Lo („Be by myself“), Keri Hilson („She don’t want a man“), Busta Rhymes („Lion’s roar“) veredelt.
Doch abgesehen von diesem ganzen Trubel um den nächsten großen weißen Stern, am Rap-Himmel, ist „Asleep in the bread aisle“ einfach ein gelungenes, unterhaltsames, authentisches Album, dessen Kauf sich in jedem Fall lohnt.
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