Archiv der Kategorie 'Hip Hop'

I have you

Johanna sez:

So übersetzt the allmighty google „Ik heb je“ auf Deutsch. Naja, auch so ein Imperium ist nicht unfehlbar. Im Prinzip ist es mir auch egal, was es bedeutet, Pete Philly sagt es geht um „having each others back, representing your people and showing love“ und besser kann man doch nicht ins Wochenende starten, oder?* In diesem Sinne, euch ein schönes: Ik heb je!

*Und wer bitte muss bei holländischem niederländischem Rap nicht ein bißchen Grinsen?!

Sex im Regionalexpress

K.I.Z. sez: „Mach das Gatter auf – Lass die Sau raus.“ („Lass die Sau Raus“, Sexismus Gegen Rechts, 2009, Vertigo Be/Universal)

Johanna sez:

Kichernd das Haus verlassen. Diese Wilden packen Camenbert in den Kühlschrank („Rohmilchkäse“). Mit ordentlich Bass im Bauch die Strasse Richtung Bahnhof entlang bouncen. Das Leben ist kein Ponyhof. Das Leben ist ‘ne Baustelle. Hol mal ‘n paar Bier.  („Lass die Sau raus“) Twistend und schmunzelnd auf die U-Bahn warten.  Ich sitze im Kettenkarussell und fang ‘n Drive-by an. („Halbstark“).

Nachdenklich werden auf dem Weg zum Zoo. Die Nutten lieben mich nicht wirklich, ich glaub die lügen mich an und meine Sekretärin betrügt mich mit ihrem Mann. („Rauher Wind“) Dreckig grinsend, kopfnickend in den Regionalexpress gestiegen. Ich halte fremden Frauen den Kopf fest und überprüf die Jochbeine. Sag wer dich geschlagen hat oder du kriegst noch eine. („Selbstjustiz“).

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Die Oma gegenüber schonmal vorbeugend entschuldigend angelächelt. Ich schleife am Boden hinter meinem gefährlichen Penis. Er ist auf der Suche nach ‘ner Vagina wie ne Wärmerakete. („Scheiterhaufen“) Den iPod lieber noch ein bißchen leiser drehen. Deine Mama war nackt – Jabba the Hut. („Hurensohn“) Ob ich eigentlich schon rot werden? Ich weiß, ich hab dir früher in den Arsch gefickt, aber bitte wer hat dir ins Hirn geschissen. („Preisschild“) Der Typ gegenüber lacht – hört er etwa was?! Das ist Liebe. Du hälst bei meinen Eltern um meinen Schwanz an. („Ringelpiez mit Anscheissen“)

Erleichtert aussteigen.Doch mein Pimmel will nicht groß werden wie Peter Pan. (Das System)

Fazit: K.I.Z. „Seximus Gegen Rechts“ (Kritik bei cooldownberlin.de) – Tolle Beats, großartiger Wortwitz. Nichts für Nebenbei. Nur für Hartgesottene. Und vielleicht nicht unbedingt im öffentlichen Nahverkehr.

Introducing: Twisted

Twisted sez: „Ey Gusto, mit 30 sind wir im Hip Hop schon alte Knacker, wir sind so lange dabei, da hießen wir noch Motherfucker.“ („Alte Hasen“, Das zweite Gesicht, 2009)

Johanna sez:

Wir Exil-/Wahl-/Ur-Norddeutschen wissen es alle: Die Wiege des exzellenten Hip Hops liegt weder in irgendeinem Ghetto in Übersee noch in diesem oder jenem Problemviertel der Hauptstadt, der beste Hip Hop kommt seit jeher aus Gefilden nördlich der Elbe. So findet auch das Debütalbum „Das zweite Gesicht“ der Jungens von Twisted seinen Weg aus dem Sylter Studio auf meine Festplatte.

twisted logo

Von dort brennt es sich direkt in mein Herz und meine Ohren. Denn „Das zweite Gesicht“ bietet alles, was man sich von einem intelligenten, deutschen Hip Hop nur wünschen kann. Die clever gemixten Tracks bringen mich als Beat-Fetischist ein ums andere Mal zu seligem Schmunzeln und auch die Lyrics beweisen, dass derbe dennoch clever sein kann. Man merkt sofort hier hat sich jemand wirklich Mühe gegeben und viel Zeit investiert. Selten hat Oldschool so fresh geklungen!

twisteddownloadTwisted: „Ehrlich verlogen, genial asozial, Liebe und Hass, todernst und albern, kompromisslos diplomatisch, weinen und lachen, einfach komplex, Wahrheit und Fiktion.“

Und so viel Spass ganz umsonst! Runterladen! Weitersagen! Jetzt! Sofort!

Dank auch an das Entführungsopfer spanksen für den Diebstahl!

Twisted Home. Twisted myspace.

Plattenkritik: Asher Roth – Asleep in the bread aisle

Asher Roth sez: „Take me as I em my friend.“ („As I Em“, Asleep in the bread aisle, 2009, Universal)

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Johanna sez:

Einmal den iTunes-Store für ein ganzes Album genutzt und schon bereue ich es, dass ich zu faul war den Platten-Dealer aufzusuchen, denn Asher Roths „Asleep in the bread aisle“ will ich mir bereits nach dem ersten Track wirklich gerne ins Plattenregal stellen.

asherDas Album wurde besonders in den USA dank kostenintensiver Unterstützung von Universal als das „next big thing“ gehypt (Fake-Spot mit Ben Stiller, Leonardo di Caprio, Tom Cruise, Scarlett Johannson, Julia Roberts uvm. ansehen!). Natürlich fällt es bei derart „hochkarätiger Lobhudelei“ schwer den überzogenen Erwartungen zu entsprechen. Doch zum Glück hält sich Asher damit gar nicht großartig auf, ist einfach er selbst und das überzeugt!

„Asleep in the bread aisle“, das über weite Strecken von Producer Newcomer Oren Yoel entwickelt wurde,  ist sicher kein Album, dass mit fein ausgetüfftelten Beats oder verkopftem Sound aufwarten kann. Die Tracks als wirklich abwechslungsreich zu bezeichnen, wäre mit Sicherheit auch gelogen. Und trotzdem überzeugt das Gesamtkonzept vom ersten Song an und mit jeder gehörten Minute immer mehr. Denn die simple, intrumentale und gitarrenlastige Komposition lässt Roth viel Spielraum für seine Texte und genau durch die glänzt „Asleep in the bread aisle“.

lark-on-my-go-kartAsher ist kein Gangsta und kein Straßenjunge, er ist ein Mittelklasse-Collegeboy, der Geschichten aus seinem Leben erzählt. Dass es dabei gelegentlich einfach ums Party machen und kiffen geht, verzeiht man Roth gerne dank seinem Wortwitz und seiner amüsanten Selbstironie (Cartoon zu Lark in my go-kart ansehen!). Hier liegt auch genau der grundlegende Unterschied zu Rap-Kollegen Eminem, mit dem Asher zu Unrecht häufig verglichen wurde. Denn während Mr. Mathers auch nach Jahren wieder mit dem alten pseudo-witzigem Getue, um die Ecke gebogen kommt, ist Roth einfach überzeugend er selbst.

Natürlich hat man bei Universal auch im Hinblick auf die Kooperationspartner nichts dem Zufall überlassen und so wurde „Asleep in the bread aisle“ u. a. durch Gastauftritte von Cee-Lo („Be by myself“), Keri Hilson („She don’t want a man“), Busta Rhymes („Lion’s roar“) veredelt.

Doch abgesehen von diesem ganzen Trubel um den nächsten großen weißen Stern, am Rap-Himmel, ist „Asleep in the bread aisle“ einfach ein gelungenes, unterhaltsames, authentisches Album, dessen Kauf sich in jedem Fall lohnt.

Kaufen beim amazon, Reinhören bei myspace, Asher Roth zu Hause besuchen

Böse Rapper und schöne Jungs

Asher Roth sez: „I am champion at beer pong.“ („I love college“, Asleep in the bread aisle, 2009, Universal)

Johanna sez:

So, und zum Wochenende noch ein bißchen Unfug (anspruchslos, ich bin dabei!).

College Boy Asher Roth vs. Schwergewicht Rick Ross. Competition, Jungs!

gesehen bei  it’s rap

Und als Schmankerl für die Damenwelt, meine Most attractive men (aus Frauensicht):

nackte-typen1. Justin Timberlake, 2. Ryan Reynolds, 3. Christian Bale, 4. Johnny Depp, 5. Josh Holloway

So macht man die Ladies glücklich, Mr. Winkel!

(Sorry Baby, es ist ja nicht für mich…)

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