Johanna sez:
Mit Bindestrich (Zum Hören klicken)
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Sie schenkte ihm ihr Herz und er hatte es genommen – nicht gebrochen, sondern es immer wieder mit Füßen getreten, bis es in tausend Teile zersprang. Johanna sah es so oft nicht kommen, spürte nur immer wieder den Schmerz. Doch sie konnte sich nicht helfen. Niemand konnte das.
Constanze versuchte es wieder und wieder. Sie hatte geschrien und gekämpft für Johanna. Um die Liebe eines Mannes, der nicht bereit war sie zu geben. Constanze flehte Johanna an, stark zu sein, ihm die Stirn zu bieten oder wenigstens den Rücken zu kehren. Zu nehmen, was von ihrer beider Herz noch übrig war und nicht zurückzusehen. Doch Johanna glaubte, stritt und weinte weiter in der Hoffnung eines Tages auch sein Herz zu besitzen.
Die Monate vergingen und während Freunde nur noch verständnislos die Schultern zuckten, war es Constanze, die nie aufgab. Und plötzlich kam der Tag an dem alles ein Ende hatte. Weder Constanze noch Johanna konnten im Nachhinein sagen, warum es soweit war. Waren keine Tränen mehr da, die geweint werden konnten? War es die neue Liebe, die leicht, kaum merklich in der Luft lag, wie der kommende Frühling?
Gemeinsam standen sie vor ihm und beendeten, was vielleicht nie richtig angefangen hatte. Während er an Johannas Schulter weinte und flehte und endlich die drei Worte sagte, auf die Johanna so lange gewartet hatte, stand Constanze hinter ihr und gab ihr die Kraft ihn hinauszuwerfen aus der Wohnung und aus ihrem Leben. Da war ihnen beiden, Constanze und Johanna, wieder klar, warum sie doch mehr verband als nur ein Bindestrich.
Wer ist denn Constanze, diese Bitch?! Gib mir mehr davon.

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