Archiv für Juli 2008

Interlude: Was macht eigentlich…?

Ferris MC sez: „Ich verkörper die goldenen Jahre für immer und ewig mehr als modern, geheim, trendy und Image. Mein Lebenswerk is vollbracht es gibt kein Neuanfang. Ich leg die Krone nieder, der Kaiser von Deutschland.“ („Düstere Legende“, Düstere Legenden, 2006, EMI)

Johanna sez:

Als im Eimsbush Basement noch die grüne Brille aufgesetzt wurde, hatte Sascha Reimann a. k. a. Ferris MC in Bezug auf Drogen schon einiges mehr hinter sich. Dementsprechend war er immer der fertichste Rapper dieses Landes. 1999 legte er in Kooperation mit Afrob mit „Reimemonster“ einen Meilenstein des deutschen Hip Hops.

2006 verabschiedete sich der Punk des Rap mit seinem Best-of-Album „Düstere Legenden“ aus dem Hip Hop.

Seitdem hörte man wenig von Ferris. Doch untätig war er keinesfalls. Mit Marc Deal tourt er unter dem Namen „Maniax“ durch die Clubs und legt dort Elektro auf. 2007 spielte er in dem Film „Der unbekannte Hund“ eine Hauptrolle. Dieses Jahr war er mit Deichkind auf Festivals unterwegs und gerüchteweise soll er dort nun dauerhaft Buddy Inflagranti ersetzen, der ausgestiegen ist. Für den Hip Hop bleibt Ferris allerdings weiterhin gestorben.

Sommerloch

Die Ärzte sez: „Sommer, Palmen, Sonnenschein“ („Sommer, Palmen, Sonnenschein“, Uns geht’s prima, 1984, Vielklang Musikproduktion)

Johanna sez:

Wassereis, Röcke, Hitze, Barfuß, Sonnencreme, Ventilator, Mückenstiche, Gewitter, Eistee, Shorts, Bettlaken, Baden gehen, geschmolzener Teer, Strand, Sonnenschirm, Fernweh, Sommersprossen, Erdbeeren, Rasensprenger, Bikini, Grillen, Alster, Regen, Strassenfeste,

Flip Flops, lackierte Fussnägel, Blumen, Park, Kleider, See, Schweißflecken, Kaltschale, Balkon, Schatten, Fahrrad fahren, Freibad, Sand, Biergarten, Sonnenbrille, Pete Philly & Perquisite, Lethargie, Sonnenbrand, Planschbecken, Wassermelone, Eiscreme, Strandbar, Klimaanlage, Spaghettiträgertops, Vogelgezwitscher, Tatendrang, Kirschen, open Air Konzerte, Meer…

was vergessen?

Crazy am Covern

Dusty Springfield sez: „Learning from each others knowing“ („Son of a preacher man“, Dusty in Memphis, 1963, Atlantic)

Michael Jackson sez: „So take my strong advice, just remember to always think twice.“ („Billy Jean“, Thriller, 1983, Epic)

Johanna sez:

(Achtung der folgende Artikel und die besonders die folgenden Videos sind nichts für schwache Nerven!)

Kürzlich hörte ich im Radio merkwürdige Cover-Versionen zweier Songs, die mir im Original sehr am Herzen liegen. Ich habe ein wenig recherchiert und dabei erschreckendes gefunden. Daher möchte ich hier dringend folgendes klar stellen:

Liebe Kinder, Jugendliche und Hartz-IV-Empfänger,

ich weiß ihr seht alle gerne die wunderbare Reality-Show „Sarah und Marc – Crazy in Love“, weil der Marc so süß und die Sarah so cool ist und alle sich ganz doll lieb haben, aber folgendes verinnerlicht bitte:

1. „Billy Jean“ ist nicht von Marc Terenzi!

2. „Son of a preacher man“ ist nicht von Sarah Connor!

Leichen im Keller

Nico Suave sez: „Was war das war. Ja so war das nun mal. (…) Heute lach ich über gestern, morgen lach ich über heute.“ („Jugendsünden“, Suave, 2001, Island/Universal)

Johanna sez:

Und diese 5 Leichen befinden sich in meinem Keller:

Allererste Liebe:

Robin aus der TV-Serie Batman – Oh Gott, der hatte ja Unterhosen an!

Unvorteilhaftestes Kleidungsstück:

Billig-Buffalos (in schwarz) – die hatten damals alle!

Schämenswertester Sex:

Mit dem Animateur im Club-Urlaub in Tunesien – Mega-Klischee! Ich war jung und wusste es nicht besser.

Peinlichster Track auf dem iPod/mp3-Player:

Billy Ray Cyrus „Achy Breaky Heart“ – Wenn ihr schon denkt, dass das schlimm ist, habt ihr noch nicht meine Interpretation gehört.

Schlimmstes begangenes Verbrechen (abgesehen von Dingen, die ohnehin legal sein sollten):

Diebstahl von einem Jelly-Belly aus der Süßwarentheke des Alsterhauses – Und dabei haben meine Eltern mich so gut erzogen!

So, nun lasst mich hier bitte nicht alleine mit entblößtem Hintern im Regen stehen, liebe Freunde! Ich will eure 5 entsprechenden Leichen im Keller wissen (wenn ihr mögt auch als Stöckchen, alle nicht-Blogger als Kommentar). Raus damit! Tut auch (fast) gar nicht weh.

Unbekümmert

Kylie Minogue sez: „I should be so lucky, lucky, lucky“ („I should be so lucky“, Kylie, 1988, PWL/Mushroom)

Johanna sez:

Normalerweise gehe ich ja mit meiner lieben Freundin Mona ins Kino und wir sehen französische Filme ohne Untertitel. Doch kürzlich war mir nach etwas leichterer Kost: Happy-Go-Lucky von Mike Leigh.

Die ersten 5 Minuten des Films ließen mich Schlimmstes befürchten. Sally Hayes, die für die Hauptrolle der Grundschullehrerin Poppy einen silbernen Bären bei der Berlinale abräumte, turnte aufgedreht wie ein Kleinkind mit ADHS, dass sein Ritalin nicht bekommen hat und angezogen wie eine 12 Jährige mit 68er-Eltern durch die Londoner Innenstadt. Penetrante gute Laune hat mir schon immer die Stimmung verhagelt.

Zum Glück fing sich Poppy (zu mindest ein fraglicher Spitzname für eine 30 Jährige) ab und an, so dass der Film gelegentlich auch mit ruhigeren Momenten aufwarten konnte, die dann sogar richtig schön waren. Happy-Go-Lucky zeichnet sich nicht durch eine besonders fesselnde Handlung aus, sondern zeigt mehr einzelne Episoden aus Poppys Leben. Ein besonderes Highlight: Die Fahrstunden mit dem mehr als leicht neurotischen Fahrlehrer Scott („Enrahah!“ werde ich so schnell nicht vergessen)

Weltklasse-Fazit: Kann man sich gut ansehen, muss man aber auch nicht unbedingt.

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