Nelly Furtado sez: „I’m like a bird“ („I’m like a bird“, Whoa! Nelly, 2003, Dreamworks/Universal)
Johanna sez:

Über den Sinn und Unsinn von Twitter (engl., zwitschern, für Unwissende: man schreibt was man macht und andere können das lesen)ist ja anderenorts bereits lang und breit diskutiert worden. Außerdem ist es ja in einschlägigen Insider-Kreisen fast schon wieder out. Dennoch hält mich dies nicht davon ab, meine Meinung ebenfalls kund zu tun. Außerdem konnte ich mir das Zitat in diesem Zusammenhang nicht entgehen lassen.
Ich bin jetzt seit etwa zwei Wochen am Twittern (= Verb zu Twittern, ähnlich wie simsen, furchtbares Wort!). Ich followe (lese getwittertes von) 22 Menschen, von denen mir 17 nicht persönlich bekannt sind. Die Anzahl meiner follower (Leute, die lesen, was ich twittere) schwankt, da ich inzwischen meist zu faul bin die Spam-Follower auszusortieren. (Wieso machen die das überhaupt? Kann mir das mal einer auseinandersetzen?)
Natürlich hat sich auch mir der tiefere Sinn des ganzen noch nicht erschlossen, ganz zu schweigen von den Milliarden angeschlossenen Zusatzfunktionen, aber es ist auf jeden Fall unterhaltsam. Wüsste ich sonst, dass McWinkel heute mittag nur Schwarzbrot hatte, damit er sich beim EM-Grillen so richtig den Wanst vollschlagen kann („Putensteak my ass“) oder würde ich in diesem Augenblick mit freaklikeme über ehrliche Kussstellen palavern („Global gesehen“)? Und wer weiß, vielleicht interessiert es ja wirklich jemanden, dass ich heute Müsli gefrühstück habe und wann ich meine Zähne putze.
Im Prinzip geht es generell beim Web 2.0 doch auch um nichts anderes, Zeitvertreib und eine Erschaffung einer gigantischen Spielwiese für Selbstdarstellung und den persönlichen Egotrip.
Oder wie mein falscher Freund langalex es sehr passend formuliert hat: Das halbe Internet ist der noch auf der Suche nach dem Sinn.

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