Dendemann sez: „Was immer du tust – was auch immer –Alles machst du irgendwann – zum ersten Mal“ („Das erste Mal“, Die Pfütze des Eisbergs, 2006, Yo Mama/Sony BMG)

Johanna sez:
Web 2.0 und ich waren lange Zeit nicht mit einander bekannt und als wir erste Kontakte knüpften, war nicht viel Leidenschaft im Spiel – genau genommen eher eine gehörige Portion Ablehnung. Vom studivz habe ich erst erfahren, als es alle schon längst kannten und sich gegenseitig erzählten, wieviel alte Schulfreunde sie schon „getroffen“ hatten. Dass man mit den meisten dieser neuen, alten Freunde schon damals eigentlich nichts zu tun haben wollte, war ja Nebensache und ist es bis heute. Ich erinnere mich noch sehr gut an ein Telefonat mit einer Freundin, während dem ich mich gute 30 Minuten lang über den Unsinn des studivzs und des Web 2.0 im Allgemeinen aufgeregt habe. Angemeldet habe ich mich natürlich trotzdem wenig später. Nur um zu erfahren, dass auch 40 Freunde im studivz einem einen langweiligen Samstagabend nicht ersparen.
Doch der Durchbruch in meiner holprigen Beziehung zum Web 2.0 kam erst als ich nebenjob-technisch bei der damals noch taufrischen Auto-Community autoki anheuerte. Dass ich weder viel vom Web 2.0 noch von Autos verstand, war Nebensache. So trieb ich mich fortan spammend in diversen Autoforen herum, wurde Experte für Hybridmotoren und ähnlich spannende Themen und erreichte meinen vorläufigen Web 2.0-Karriere-Höhepunkt als ich 2 Wochen lang als Urlaubsvertretung bloggen durfte. Schließlich fand ich dort die falschen Freunde und plötzlich weiß ich was twittern ist, noch schlimmer, ich twittere selbst und sitze hier und schreibe diesen Blog.

Die Idee kam mir als ich Musik hörend im Regionalexpress durch die brandenburgische Walachei tourte. Es sollte mit Musik zu tun haben. Dass aber mein musikalisches Fachwissen nicht ausreicht um mit profunden Anhandlungen zum Thema zu punkten, war mir schnell klar. Außerdem muss ich zu meiner Schande zugeben, dass es mir wie den meisten Bloggern im Grunde meines Herzens auch darum geht etwas virtuelle Nabelschau zu betreiben und die Welt an meinem spannenden Dasein teil haben zu lassen. Und so wurde die Idee geboren Zitate aus Werken verschiedenster Musikkünstler heranzuziehen und als Deckmantel zu nutzen, um vermeintlich kreativ meine Gedanken zu verschiedensten Themen zu präsentieren und wenn die Seite erstmal ein Riesenerfolg ist, kann ich auch gleich einen Soundtrack (mindestens 10er CD-Box) rausbringen… (denn Dende sez: Wann hast du zum ersten Mal festgestellt, dass man sich heut gefälligst für den Besten hält?)
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